EM-Qualifikation 2016 und ein langes Wochenende in Dublin

Nach dem Weltpokal im letzten Jahr lautet das neue Ziel: Europameister 2016. Die UEFA meinte es auch schon wieder gut mit uns und hat uns mit einigen Tickets versorgt. Aber bevor am 18.10.2015 die Gruppenphase ausgelost wird, mussten wir uns erstmal dafür qualifizieren. Da wir unbedingt ein Auswärtsspiel live sehen wollten und von den irischen Fans angetan waren, fiel die Entscheidung schnell auf Dublin.

Anreise & Mobilität

Per Flugzeug sind wir in zwei Stunden nach Dublin geflogen und dort preisgünstig (11 Euro Hin-und-Zurück) und sehr entspannt mit einem Aircoach-Bus ins Zentrum gefahren. Leider gibt es in Dublin nur wenige Straßenbahnen, aber dafür sehr viele Busse. Die haben wir aber nie ausprobiert, da an jeder Ecke die Dublinbikes rumstehen und man in wenigen Minuten jeden Punkt der Stadt erreichen kann. Das Ganze kostet gerade einmal 5 Euro für drei Tage bzw. 20 Euro für das ganze Jahr.

Dublinbikes

Kurios: Die Verleihstationen haben eine eigene Sperrstunde. Dafür fahren nachts extrem viele Taxen durch die Stadt und das ist sogar vergleichsweise günstig. Selbst wollte ich übrigens kein Auto in Dublin fahren. Tagsüber kommt der Verkehr regelmäßig zum Erliegen.

Das Spiel

Zum Spiel selbst wurde schon genug geschrieben. Insgesamt war es kein schöner Abend für das deutsche Team und die deutschen Fans. Nur durch Ballbesitz gewinnt man keine Spiele und irgendwie war es bezeichnend, dass die nicht aufgebenden Iren durch einen Abwehrpatzer gewinnen.

Dublin_Aviva_Stadium

Das Stadion war aber sehr schön und die Iren als fußballverrückt zu bezeichnen, ist nur die halbe Wahrheit. Zwar waren die Fans total aus dem Häuschen, aber trotzdem scheint Rugby weiterhin die beliebteste Sportart zu sein. Steht definitiv auf der To-Do-Liste für den nächsten Besuch.

Weggehen in Irland

Jede Stadt hat sie: Das Kneipenviertel, das in jedem Reiseführer steht. Blöd, wenn dann am Ende aber nur Touristen dort sind. Ich spreche vom bekannten Viertel Temple Bar. Am ersten Abend war es noch sehr angenehm, dort zusammen mit vielen anderen Deutschland-Fans ein paar Guinness zu trinken und der Live-Musik zuzuhören. Ein wirklich schöner Trend in Dublin, der sogar schon tagsüber beginnt. Hier das Bild eines Gitarrenspielers, der scheinbar von seiner eigenen Musik eine Gänsehaut bekommt.

Keywest_Band

Später haben wir dann eher Pubs in anderen Teilen des Stadtkerns besucht und die gibt es wirklich an jeder Ecke. In Irland gehört es einfach dazu, nach Feierabend in den Pub zu gehen, Bier zu trinken und dann entweder Zeitung zu lesen oder sich mit Freunden zu unterhalten.

Übrigens ist Dublin auch für Glücksspieler geeignet. In einem winzigen Casino werden Poker und typische Casinospiele angeboten, um sich die Reisekasse aufzubessern. 😉

CasinoDublin

Kultur in Dublin

Siteseeing heißt für mich: Laufen oder per Hop-On-Hop-Off-Bus. Das kostet sogar nur 10 Euro (Anbieter: Cityscape) und man fährt an allen Sehenswürdigkeiten wie der Guinness-Brauerei, dem Gefängnis oder dem Phoenix-Park vorbei. Tolle Fotos konnte man aus dem Bus leider nicht machen. Dafür ging es dann doch zu schnell und zum Aussteigen waren wir irgendwie doch zu faul. 😉

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Der Phoenix-Park hat mir sehr, sehr gut gefallen. Er ist doppelt so groß wie der Central Park in New York und dank des hügeligen Profils hält er fit. Das ist übrigens ein gutes Stichwort. An jeder Ecke sieht man Läufer, die nicht bloß „joggen“, sondern richtig zügig durch die Stadt laufen. Im Phoenix-Park gibt es dann entsprechend keine einfachen Laufgruppen, sondern Bootcamps, in denen die Teilnehmer den Berg zum „Fort Magazine“ hoch geschickt werden („Knees up! Swing your arms!“) oder 2km-Intervalle laufen müssen. Es scheint so als sei man in Irland entweder der Sport-Typ oder der Pub-Typ. 😉

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Aber auch in der City gibt es viele Grünflächen zum Erholen. Laut einiger Locals habe das alles die Familie Guinness gebaut. Also dann Prost! 😉

St. Stephen’s Green ist ein Park im Zentrum der Stadt Dublin. Das Bild wurde im "Indian Summer" im Oktober aufgenommen.

Fürs nächste Mal stehen daher ein Besuch bei Guinness und Jameson Whiskey an. Der hat es mir angetan und ich trinke ihn am liebsten in einem Irish Coffee.

IrishCoffee

Fazit

Eine tolle und sichere Stadt, die ich unbedingt noch einmal besuchen möchte. Man gelangt schnell überall hin und die Menschen sind sehr offen und hilfsbereit. Den Dialekt kann man übrigens sehr gut verstehen. Wer auf Natur steht, wird mit dem Phoenix Park oder der Küste glücklich. Stadtmenschen können sich dagegen problemlos den ganzen Tag im Zentrum aufhalten.

Die grandiosen Luftaufnahmen stammen übrigens von meinem Reisepartner dronepicr (Creative Commons).

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